
Dekarbonisierung und Energiemix:
Ziel und Fortschritt
Das langfristige Ziel von wienerberger ist die Umsetzung des Europäischen Green Deal: Bis spätestens 2050 wollen wir klimaneutral sein. Zu diesem Zweck verfolgen wir eine klare, in unserem Nachhaltigkeitsprogramm dargelegte Strategie. Wir verpflichten uns zur Verbesserung der Energieeffizienz in Produktion und Transport. Im Interesse unserer Kunden haben wir ein innovatives und nachhaltiges Lösungsportfolio entwickelt und setzen neue, zukunftsorientierte Technologien ein.

Reduktion der CO2-Emissionen Scope 1&2 (2020-2026)
Reduktion der CO2-Emissionen Scope 3 (2022-2026)
Erfolgsfaktoren
Im vergangenen Jahr haben wir erfolgreich in neue Produktionstechnologien investiert und durch die Umsetzung technischer Optimierungsprojekte die Effizienz unserer Produktionsprozesse verbessert. Außerdem haben wir unser Werksnetz optimiert und unsere Rohstoffrezepturen dekarbonisiert. Darüber hinaus konnten wir den Anteil erneuerbarer Energie durch den vermehrten Einsatz von Ökostrom und Biogas steigern.
Im Rahmen unseres Ziels einer 10%igen Reduktion der Scope-3-Emissionen, optimieren wir den Transport unserer Produkte durch verbesserte Auslastung und die Integration schadstoffarmer Fahrzeuge in unsere Lieferkette. Außerdem haben wir den Zementverbrauch bei der Herstellung von Betonsteinen verringert und den Anteil an recyceltem Kunststoff erhöht, der einen geringeren ökologischen Fußabdruck hat als der Primärrohstoff.
Best Practice Beispiele
Wir haben signifikante Fortschritte auf dem Weg zu Dekarbonisierung erzielt. Die folgenden Beispiele zeigen, wie es uns gelungen ist, Scope 1 & 2 CO2-Emissionen zu reduzieren:
- Österreich, Rumänien und Belgien: Neue Produktionstechnologien
In Uttendorf, einer Gemeinde in Österreich, hat wienerberger mit dem Projekt „Green Bricks“ einen mutigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt und den weltweit ersten ausschließlich mit Ökostrom betriebenen Industrieofen in Betrieb genommen.
Im Sinne einer weiter gesteigerten Nachhaltigkeit wurden in Berca, Rumänien, und in Kortemark, Belgien, neue Produktionstechnologien eingeführt. - Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Österreich: Wärmepumpentechnologie
Die Umstellung auf grüne Brennstoffe durch Wärmepumpentechnologie hat in Wolfswaard (Niederlande), Segala (Frankreich), Sandtoft (Großbritannien) und Uttendorf (Österreich) zu einer weiteren Senkung der Emissionen geführt. - Ungarn: Prozessautomatisierung
Im ungarischen Csorna haben wir die Automatisierung vorangetrieben und den Trocknungsprozess optimiert, wodurch die Produktion gesteigert und die Energieeffizienz verbessert werden konnte.
Anpassungen der Brenn- und Lastkurven, eine Konsolidierung des Produktsortiments und Verbesserungen der Lochmuster haben zu Energieeinsparungen geführt und Mehrwert für die Kunden geschaffen. Außerdem wurden mit der Öko-Linie in Polen und der Neo-Linie in Ungarn CO2-ärmere Produkte eingeführt.
Durch die Produktionserweiterung von Eco-brick und Riemchen bekräftigt wienerberger sein Engagement für eine grünere Zukunft und beweist, dass aus dem Zusammenspiel von Tradition und Innovation eine nachhaltigere Welt entstehen kann.
Reduktion der Scope 3-Emissionen
wienerberger verpflichtet sich zur Senkung der Scope 3-Emissionen und zur Optimierung der Transporteffizienz. In verschiedenen Ländern haben beispielsweise die folgenden nachhaltigen Lösungen umgesetzt:
- Bulgarien und Rumänien: CO2-ärmere Betonprodukte
Durch die Verwendung von Zement mit niedrigerem Klinkergehalt und Rezepturen mit weniger Zement konnten wir die CO2-Emissionen in Elin Pelin in Bulgarien sowie in Teius, Nadab, in Rumänien wesentlich reduzieren. - Bulgarien: Vermehrter Einsatz von recyceltem Kunststoff
Wir haben den Anteil von Sekundärrohstoffen erhöht und mit fast 300 kg pro Tonne drucklos verwendeter Produkte unser internes Ziel für recycelten Kunststoff übertroffen.
Herausforderungen und Erkenntnisse
In einem sich wandelnden Markt standen wir, insbesondere im Neubausektor, vor mehreren Herausforderungen, die zu einer geringeren Auslastung unserer Werke führten. Durch Optimierung unseres Werksnetzes und Anpassung der Schichtmodelle konnten wir eine effiziente Produktion sicherstellen. Weitere Einflussfaktoren waren steigende Kosten und die begrenzte Verfügbarkeit von grüner Energie, ebenso wie die Kosten organischer Zusatzstoffe. Die Anbindung von Produktionsanlagen an grüne Energie bleibt eine Herausforderung. Vermehrte staatliche Unterstützung und gestraffte regulatorische Prozesse sind unerlässlich.
Außerdem ist die Integration neuer Technologien stets mit einer Lernkurve verbunden, während sich die Infrastruktur für schwere E-Lastkraftwagen erst in Entwicklung befindet.
Zukünftiges Engagement
wienerberger bekennt sich zum langfristigen Ziel der Europäischen Union, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Zu diesem Zweck haben wir einen umfassenden Dekarbonisierungsfahrplan erstellt, den wir in unserem Transitionsplan beschreiben und der dem 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens entspricht.